Grenzen verschwimmen

Landschaft im Übergang

Dichte Nebelschwaden ziehen über das Land und verbergen, was eben noch sichtbar war. Frost umhüllt die Gräser, erste Sonnenstrahlen durchdringen für kurze Augenblicke das Grau. Etwas erscheint – und verschwindet gleich darauf wieder.

Die Serie „Grenzen verschwimmen“ entstand während einer mehrwöchigen Reise durch Neuseeland zwischen Herbst und Winter. Besonders am frühen Morgen bilden Nebel, Dampf, Wasser und Licht ungewohnte Grenzflächen zwischen Himmel und Erde.

Konturen lösen sich auf, Entfernungen werden ungewiss und der vertraute Raum verändert sich. Landschaft wird weniger zum geografischen Ort als zu einer Wahrnehmung, die sich von Augenblick zu Augenblick wandelt.

Nur gelegentlich sind Spuren menschlichen Wirkens zu erkennen. Meist bestimmt die Natur das Bild – still, flüchtig und von einer Kraft, die sich unserer Ordnung entzieht.

 

Nebel heißt Leben – nur rückwärts gelesen.