Zitate

Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen, 2020

4. Sächsische Landesaustellung, Audi-Bau Zwickau, Kapitel Trabi & Treuhand, 11.07 bis 31.12.2020

"Die Fotografien Roland Hensels entstehen als Reaktion auf die Luft- und Umweltverschmutzung des Erzgebirges. Besonders junge Leute beteiligen sich an Aktionen zum Umweltschutz, recherchieren zu systembedingten Umweltschäden oder dokumentieren diese fotografisch. Die SED empfindet die Bewegung als Bedrohung und lässt sich scharf überwachen."

12 Fotografien aus der Serie „Erst stirbt der Wald“, 1984-1986

Bildende Kunst, Fotografie in der DDR, Heft 4/1984

Junge Berliner Fotografen - Einige theoretische Aspekte von Ulrich Domröse und Ralf Herzig

"Eine andere Darstellungsform repräsentieren Gundula Schulze und Roland Hensel. Gundula Schulzes Arbeiten sind geprägt von einem Verantwortungsgefühl für Menschen, die durch Alter, durch psychische und physische Störung oder auch durch seelische Probleme gehindert werden, sich existierenden Wertmaßstäben und Lebensnormen anzupassen. Ähnlich ist es bei Roland Hensel, der sich mit geistig behinderten Kindern und Erwachsenen beschäftigt. Beide Fotografen beabsichtigen, auf das Leben dieser Menschen aufmerksam zu machen und ein großes moralisches Bewusstsein für sie in der Öffentlichkeit zu erzeugen. Roland Hensel ist bestrebt, in die Individualität der Schwerstbehinderten einzudringen. Bei Gundula Schulze überwiegt, trotz des Bemühens um das Wesen der Abgebildeten, ein moralisierender Anspruch, zu dessen Gunsten sie die Dargestellten manchmal eher als Träger ihrer Anliegen, denn als Persönlichkeiten erscheinen lässt."

Niemandsland, Angehaltene Zeit - Fotografie aus der DDR, Heft 7/1988

40 Jahre Kunst -Fotografie in der DDR. Ein Beitrag von Karin Thomas

"Am radikalsten aber exemplifizierte sich die subjektive Annäherung an bestehende gesellschaftliche Wirklichkeiten in den Situations- und Aktporträts, die Gundula Schulze, Roland Hensel und Erasmus Schröder in den verschiedenen Milieus der DDR-Gesellschaft abzulichten wagten….."

"Aus ähnlicher Motivation wie Gundula Schulze ist Roland Hensel bestrebt, in die Individualität jener schwerstbehinderten Geisteskranken einzudringen, die unsere Gesellschaft oft leicht- und eilfertig in Anstalten zu kasernieren pflegt. Mit dieser Haltung steht Roland Hensel in direkter Nähe zu Fotografinnen wie Karin Wieckhorst oder Renate Zeun, die den Mut zur Thematisierung von Behinderung und Krankheit haben, ein Bereich menschlicher Existenz, der allzu häufig in der modernen, nach Leistung durchorganisierten Gesellschaft einer stillschweigenden Tabuisierung und Verdrängung unterworfen wird."

Junge Fotografen der achtziger Jahre - Galerie Mitte, Dresden (1985), Galerie oben, Chemnitz (1986)

Jenseits von Eitelkeit - Fälle von Wahrheit. Ein Beitrag von Dr. Klaus Werner

"Die Sprache der Fotografie ordnet sich der Intention unter. Zuweilen hält man das Objektiv hinaus und lässt das Leben vorbeilaufen. Man verpflichtet sich nicht den Ereignissen selbst, besser fragt man nachdem zuvor und danach, nach der Auflösung von Geschehnissen, bei der die Menschen wieder in ihre eigentlichen Charaktere fallen (Sewcz, Hensel)"

Erste Ausstellung Berliner Junger Künstler (1986)

Ausstellungszentrum am Fernsehturm, Berlin 1986. Ein Beitrag von M.F.

"Erfreuend, obwohl schmal, ist auch der Beitrag der Fotografen. Sie belegen wichtige Möglichkeiten des facettenreichen Mediums. Von den konzeptionell-analytischen Fototableaus des Thomas Florschütz und der Spurensuche Kurt Buchwalds bis zu den Arbeitsdarstellungen Georg Krauses und den scheinbar sachlichen, aber mit großer innerer Beteiligung aufgenommenen Protokollen frevelhaften Umgangs mit der Natur von Roland Hensel. Junge Gebrauchsgrafik in dieser Ausstellung: Sie wirft mehr Fragen auf, als sie Ergebnisse bereithält."